3fach Schutz

Vertraue auf die Kraft der Moderne.
Amalgam war gestern!

Die Sicherheit fängt schon beim Bohren und bei der Isolierung der Zähne an

Die Infografik zeigt die Anwendung eines Kofferdams bei der Amalgamentfernung. Eine hellblaue Gummifolie isoliert den behandelten Zahn vom übrigen Mundraum. Der grüne Kunststoffrahmen hält die Folie gespannt. Diese Schutzmaßnahme hilft, den Kontakt der Mundschleimhaut mit Amalgampartikeln zu reduzieren.

Schutz mit Kofferdam

Zum besseren Schutz vor den Dämpfen beim Einatmen legen wir (falls die anatomischen Gegebenheiten es zulassen) einen Kofferdamm (Spanngummi aus Latex oder Silikon) an, der den Zahn bzw. die Zähne isoliert und diesen Bereich von den oberen Atemwegen trennt. Durch Bohren entstandene Dämpfe und Staub können somit nicht mehr eingeatmet werden. Denn eingeatmeter Quecksilberdampf und -staub ist um ein Vielfaches gefährlicher als das bloße Verschlucken dieses Schwermetalls.

Die Infografik zeigt eine Patientin während einer Amalgamsanierung mit einer Nasenbrille zur zusätzlichen Sauerstoffversorgung. Im Detailkreis ist ein Sauerstoffkonzentrator dargestellt. Die Nasenbrille ermöglicht die Zufuhr von Sauerstoff während der Behandlung und soll die Einatmung belasteter Raumluft verringern.

Sauerstoff-Versorgung

Ferner bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Sie beim Bohren mit Hilfe einer Nasensonde und eines Sauerstoffgerätes mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen, um die
quecksilberhaltigen Dämpfe, die bei dem Bohrvorgang entstehen können, unter allen Umständen von der Nasenschleimhaut und damit vom Riechnerv fernzuhalten. Dies geschieht am besten durch die kontinuierliche Gabe von Sauerstoff über der Nasenkatheter während des Bohrens. Der Durchfluss kann individuell eingestellt werden, jedoch beträgt dieser i.d.R. ca. 5L/Min.

Weitere Schutzmaßnahmen

Die Infografik veranschaulicht die Entfernung einer Amalgamfüllung mit einem speziell verzahnten Hartmetallbohrer. Die Schneidengeometrie ermöglicht ein gezieltes Abtragen des Füllungsmaterials. Im Detailkreis ist die besondere Verzahnung des Bohrers dargestellt. Ziel ist eine möglichst geringe Wärmeentwicklung und damit eine Verringerung der Freisetzung von Quecksilberdämpfen.

Spezieller Amalgambohrer

Es werden nur extra dafür entwickelte Bohrer mit einer speziellen Verzahnung verwendet, die eine minimale Erhitzung der Füllung und somit eine geringe Freisetzung von Quecksilberdämpfen gewährleisten. Im Gegensatz zu den häufig verwendeten Diamantschleifern verhindert die ausgefeilte Schneidegeometrie ein Verschmieren oder Zusetzen des Bohrers und somit auch die zwangsläufige Bildung zusätzlicher Hitze. Um eine optimale Schneideleistung zu gewährleisten, verwenden wir nur neue und unbenutzte Bohrer für jeden Patienten.

Die Infografik zeigt, wie größere Teile einer Amalgamfüllung mithilfe eines zahnärztlichen Handinstruments aus dem Zahn herausgehebelt werden. Ein Detailkreis veranschaulicht die entfernten Füllungsstücke. Diese Methode kann den notwendigen Einsatz rotierender Instrumente reduzieren und damit eine zusätzliche Wärmeentwicklung beim Ausbohren vermeiden. Das Aushebeln ist jedoch nicht bei jeder Amalgamfüllung möglich.

Aushebeln der Füllung

Es wird nur so wenig wie möglich aber so viel wie nötig gebohrt. Die Entfernung der Amalgamfüllung durch Aushebeln hat Vorrang. Mit Handinstrumenten versuchen wir die Füllung in möglichst großen Stücken auszuhebeln, denn das Aushebeln hat den Vorteil, dass giftige Quecksilberdämpfe gar nicht erst entstehen können. Somit stellt diese Methode für den Patienten das geringsten Risiko dar Quecksilberdampf einzuatmen. Fairerweise müssen wir zugeben, dass diese Methode aufgrund der hohen Dichte der Amalgamfüllungen nicht immer funktioniert.

Die Infografik zeigt die Entfernung einer Amalgamfüllung mit einem langsam rotierenden zahnärztlichen Bohrer unter kontinuierlicher Wasserkühlung. Eine Drehzahlanzeige verdeutlicht die reduzierte Rotationsgeschwindigkeit. Durch die Kombination aus angepasster Drehzahl und Wasserkühlung soll die Erwärmung des Füllungsmaterials begrenzt und die Freisetzung von Quecksilberdämpfen möglichst gering gehalten werden.

Niedrige Drehzahl

Bei der Entfernung alter Amalgamfüllungen achten wir besonders darauf, eine übermäßige Erwärmung des Füllungsmaterials zu vermeiden. Deshalb arbeiten wir mit speziell geeigneten Bohrern bei möglichst niedriger Drehzahl und unter kontinuierlicher Kühlung mit Wasser.

Durch die reduzierte Drehzahl entsteht weniger Reibungswärme, während die Wasserkühlung zusätzlich dazu beiträgt, die Temperatur der Amalgamfüllung niedrig zu halten. Gleichzeitig werden entstehende Schleifpartikel durch das Kühlwasser gebunden und mithilfe einer leistungsstarken Absaugung möglichst direkt am Entstehungsort entfernt.

Diese schonende Vorgehensweise soll die Freisetzung von Quecksilberdämpfen und Amalgamstaub während der Behandlung deutlich reduzieren. In Kombination mit unseren weiteren Schutzmaßnahmen trägt sie dazu bei, die mögliche Belastung für Patienten und Behandlungsteam so gering wie möglich zu halten.

Zusätzlich bieten wir Ihnen auf Verlangen eine Schutzbrille und einen geeigneten Haarschutz.  Auf Wunsch können wir die Zähne bis zu der definitiven Versorgung mit einem für den Organismus neutralen, rein mineralischen Zement (Zum Beispiel Harvard) zwischenversorgen.

Hinweis zu den Abbildungen und Schutzmaßnahmen

Die Abbildungen sollen Ihnen die einzelnen Schutzmaßnahmen bei der Amalgamentfernung anschaulich erklären. Sie dienen der Veranschaulichung und zeigen nicht den tatsächlichen Behandlungsablauf. Die in unserer Praxis verwendeten Instrumente, Geräte und Materialien können daher von den Darstellungen abweichen.

Alle beschriebenen Schutzmaßnahmen haben das Ziel, die Belastung durch Amalgampartikel und Quecksilberdämpfe während der Behandlung so gering wie möglich zu halten.