Die Amalgamtätowierung

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Amalgamtätowierung nach einer Wurzelkappung im Frontzahnbereich

Die Amalgamtätowierung ist eine blaugraue bis blauschwarze begrenzte Verfärbung der Mundschleimhaut (Zahnfleisch), verursacht entweder durch das versehentliche Belassen von Amalgamresten (meistens in den Zahnzwischenräumen) während der Füllungstherapie oder durch die Verschleppung feiner Teilchen, bzw. Metallpigmente der Amalgamfüllung im Laufe der Zeit in das umliegende Zahnfleischgewebe. Elektrogalvanischer Stromfluss zwischen der Amalgamfüllung und weitere, in der Mundhöhle vorhandenen Metalle (Kronen, Brücken oder Prothesen) kann eine verstärkte Korrosion auslösen, sodass Amalgam aus der Füllung durch den Galvanoeffekt herausgelöst wird und in die benachbarte Schleimhaut abgelagert wird.

Die Amalgamtätowierung ist in der Regel kein Grund zur Besorgnis, es sei denn, diese liegt im sichtbaren Bereich und stört die Optik beim Lachen oder Sprechen.

Allerdings können einige orale Krebserkrankungen (z.B. das maligne Melanom) in ihren frühen Stadien ähnlich einer Amalgamtätowierung aussehen, sodass es wichtig ist, diese Verfärbungen vom Zahnarzt auf Unbedenklichkeit untersuchen zu lassen. Wir empfehlen die Tätowierung regelmäßig kontrollieren zu