3fach Schutz

Die Sicherheit fängt schon beim Bohren und bei der Isolierung der Zähne an. Der 3fach-Schutz.

 


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Kofferdam

Zum besseren Schutz vor den Dämpfen beim Einatmen legen wir (falls die anatomischen Gegebenheiten es zulassen) einen Kofferdamm (Spanngummi aus Latex oder Silikon) an, der den Zahn bzw. die Zähne isoliert und diesen Bereich von den oberen Atemwegen trennt. Durch Bohren entstandene Dämpfe und Staub können somit nicht mehr eingeatmet werden. Denn eingeatmeter Quecksilberdampf und -staub ist um ein Vielfaches gefährlicher als das bloße Verschlucken dieses Schwermetalls.


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Spezielle Absaugkanüle

Die herausgebohrten Füllungsreste werden mit einer speziellen Kanüle (Clean-up aus Schweden) abgesaugt. Eine flexible Kunststoffkappe umschließt den Zahn von vier Seiten. Sie ist mit einem leistungsfähigen Sauger verbunden und gewährleistet, dass das Füllungsreste-Kühlwasser-Gemisch rückstandslos abgesaugt wird. Studien belegen, dass mit dem Gebrauch dieser Spezialkanüle die Verbreitung von Schleifstaub in der Mundhöhle während des Herausbohrens einer Amalgamfüllung um das 10fache geringer ist, als beim Gebrauch einer normalen Saugkanüle.


Sauerstoffgerät
Sauerstoff

Ferner bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Sie beim Bohren mit Hilfe einer Nasensonde und eines Sauerstoffgerätes mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen, um die
quecksilberhaltigen Dämpfe, die bei dem Bohrvorgang entstehen können, unter allen Umständen von der Nasenschleimhaut und damit vom Riechnerv fernzuhalten. Dies geschieht am besten durch die kontinuierliche Gabe von Sauerstoff über der Nasenkatheter während des Bohrens. Der Durchfluss kann individuell eingestellt werden, jedoch beträgt dieser i.d.R. ca. 5L/Min.

Weitere Schutzmaßnahmen


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 Spezieller Bohrer

Es werden nur extra dafür entwickelte Bohrer mit einer speziellen Verzahnung verwendet, die eine minimale Erhitzung der Füllung und somit eine geringe Freisetzung von Quecksilberdämpfen gewährleisten. Im Gegensatz zu den häufig verwendeten Diamantschleifern verhindert die ausgefeilte Schneidegeometrie ein Verschmieren oder Zusetzen des Bohrers und somit auch die zwangsläufige Bildung zusätzlicher Hitze. Um eine optimale Schneideleistung zu gewährleisten, verwenden wir nur neue und unbenutzte Bohrer für jeden Patienten.


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Aushebeln

Es wird nur so wenig wie möglich aber so viel wie nötig gebohrt. Die Entfernung der Amalgamfüllung durch Aushebeln hat Vorrang. Mit Handinstrumenten versuchen wir die Füllung in möglichst großen Stücken auszuhebeln, denn das Aushebeln hat den Vorteil, dass giftige Quecksilberdämpfe gar nicht erst entstehen können. Somit stellt diese Methode für den Patienten das geringsten Risiko dar Quecksilberdampf einzuatmen. Fairerweise müssen wir zugeben, dass diese Methode aufgrund der hohen Dichte der Amalgamfüllungen nicht immer funktioniert.


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Niedriger Drehzahl

Selbstverständlich erfolgt das Ausbohren der Füllung unter ständiger Kühlung mit Wasser und im niedrigen Drehzahlbereich um eine Erhitzung zu vermeiden. Somit wird effektiv verhindert, dass beim Herausbohren der Amalgamfüllungen giftige Quecksilberdampf- und staub freigesetzt und vom Patienten während der behandlung eingeatmet werden.

Zusätzlich bieten wir Ihnen auf Verlangen einen geeigneten Haarschutz.  Auf Wunsch können wir die Zähne bis zu der definitiven Versorgung mit einem für den Organismus neutralen, rein mineralischen Zement zwischenversorgen.

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